Kompressionstherapie

Wirkung ohne Nebenwirkung.

Die Kompressionstherapie ist die häufigste Behandlungsmethode, die bei Venenerkrankungen eingesetzt wird. Sie fördert die Blutzirkulation durch äußeren Druck auf das Venensystem der Beine. Dabei wird die Fließgeschwindigkeit des Blutes erhöht und der Abstrom Richtung Herz gesteigert.

Sie fördert zudem den Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten und Gewebeflüssigkeit, wirkt schmerzlindernd durch das Abschwellen der Beine und kann die Funktion der Venenklappen wiederherstellen.

Die meisten Patienten, die diese Behandlungsform benötigen, bekommen von ihrem Arzt die sogenannte medizinische Kompressionsbekleidung verordnet. Dabei handelt es sich in der Regel um Kompressionsstrümpfe.

Eine Person zieht eine Strumpfhose an, Blumenarrangement im Hintergrund.

Häufig gestellte Fragen zu Kompressionsstrümpfen

Welche Erkrankungen werden mit medizinischen Kompressionsstrümpfen behandelt

Mit medizinischen Kompressionsstrümpfen werden u.a. Besenreiser, Krampfadern, Thrombose, chronische venöse Insuffizienz (CVI), zur Vorbeugung eines venösen Unterschenkelgeschwürs (Ulcus cruris) – als Folge der chronisch venösen Insuffizienz –, Wassereinlagerungen (Ödeme), wie z.B. in der Schwangerschaft und Venenentzündungen behandelt.

Was sind die Ursachen für eine Erkrankung des Venensystems

Einem Venenleiden können die unterschiedlichsten Ursachen und Risikofaktoren zugrunde liegen. Häufig ist es erblich bedingt (Bindegewebsschwäche), aber auch hormonelle Einflüsse während der Schwangerschaft, Verletzungen der Unterschenkel, das Alter und der Lebenswandel spielen eine entscheidende Rolle.

Mit zunehmendem Alter nimmt beispielsweise die Elastizität der Venenwände ab; das Risiko von Venenverschlüssen (Thrombosen) steigt. Ein unausgewogener Lebensstil mit Bewegungsmangel, Übergewicht, Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen, häufige Sauna oder Solarienbesuche, heiße Bäder und lange Sonneneinstrahlung, langes Stehen oder Sitzen im Beruf und ausgedehnte Bus-, Auto- oder Flugreisen können eine Venenerkrankung begünstigen.

Welche Arten von Kompressionsstrümpfen gibt es?

In der Kompressionstherapie unterscheidet man medizinische Kompressionsstrümpfe zum einen an ihrer Druckstärke und zum anderen nach der Strickmethode. Die Druckstärken werden in Kompressionsklassen von KKL1 bis KKL4 eingeteilt, wobei KKL1 einer leichten und KKL4 einer sehr starken Kompression entspricht.

Bei der verarbeiteten Strickmethode stehen flachgestrickte und rundgestrickte Strümpfe zur Auswahl, die je unterschiedliche therapeutische Wirkweisen erzeugen.

Merkmale flachgestrickter Kompressionsstrümpfe:

  • mit Naht
  • sie sind flachgestrickt wie ein Pullover
  • geringe Elastizität (stabile Wand)
  • geringer Ruhedruck
  • hoher Arbeitsdruck

Das Besondere an flachgestrickten Kompressionsstümpfen ist, dass durch die Zu- oder Abnahme von Maschen eine perfekte Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten möglich ist.

Merkmale rundgestrickter Kompressionsstrümpfe:

  • ohne Naht
  • auf rundem Zylinder gestrickt
  • selbe Anzahl von Maschen in der Fessel und im Oberschenkel
  • hohe Elastizität
  • hoher Ruhedruck
  • wenig Arbeitsdruck

Der behandelnde Arzt entscheidet für jeden Patienten individuell über die Kompressionsklasse und die verarbeitete Strickmethode.

Wie bekomme ich meinen individuellen Kompressionsstrumpf

Individuelle Kompressionsstrümpfe sind mit und ohne Rezept bei uns erhältlich.

Die Passgenauigkeit der Kompressionsstrümpfe trägt erheblich zum Erfolg der Therapie bei. Um die für Sie richtige Qualität und Größe auszumachen, werden Sie individuell vermessen. In all unseren Filialen werden Ihre Längen- und Umfangmaße per Hand ermittelt. Dies sichert die präzisesten Ergebnisse.

Gern beraten wir Sie persönlich, um für Sie den perfekten Strumpf zu finden.